Matthes Langhoff (Nr. 25) zieht nach dem Foul am Ägypter Al Zein die Rote Karte

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Erst die Lichtlein-Sorge, dann geht den Füchsen auch noch der Rückraum aus! Berlin verliert das letzte Gruppenspiel der Champions League bei Veszprém 35:39 (13:20).

Schlechte Nachrichten gibt es vor dem Spiel für die Füchse: Nils Lichtlein (23), gerade erst von einer Fußverletzung zurückgekehrt, hatte sich im Drama von Flensburg (33:34) an der Schulter verletzt, bleibt zur Abklärung und weiteren Untersuchungen in Berlin. Rückraumtalent Lauro Pichiri (21) fehlt seit dem Lemgo-Spiel (36:37) mit Knie-Problemen, Fabian Wiede (33) wärmt sich zwar mit auf, aber ein Comeback nach seinem Kreuzbandriss gibt es nicht, er sitzt auf der Tribüne. Die Füchse gehen ins Duell mit dem großen Favoriten auf die Königsklassen-Trophäe nur mit vier Rückraumspielern – Gidsel, Langhoff, Gröndahl und Neuling Zaepfel sollen es richten.

Handball: Nach Langhoff-Rot gehen den Füchsen die Spieler aus

Schon in der 14. Minute passiert, was nicht passieren darf: Matthes Langhoff (23), es steht 5:8, trifft Veszprems Ägypter Ali Zein bei einer Abwehr-Situation unglücklich im Gesicht. Nicht absichtlich, aber deutlich sichtbar. Die Schiedsrichter schicken ihn mit Rot von der Platte. Da waren es nur noch drei Füchse im Rückraum. Trainer Nicolej Krickau (39) lässt von da ab im 7‑gegen-6 spielen. Bei dieser Angriffstaktik brauchen die Berliner nur drei Rückraumspieler, weil zwei Kreisläufer ins Spiel kommen. Im Laufe der ersten Hälfte bekommen Gidsel & Co. die Bälle um die Ohren geworfen. Veszprém zieht mit neun Toren davon – 9:18 (26.).

Hier trifft Matthes Langhoff (Nr. 25) den Ägypter Ali Zein mitten ins Gesicht und sieht dafür Rot

Die Situation scheint aussichtslos, doch die drei Rückraumspieler ackern und kämpfen, finden jetzt auch immer wieder ihre Kreisläufer. Irre, nach 42 Minuten sind die dezimierten Berliner wieder auf normale drei Tore ran – 24:27. Reicht die Kraft noch für ein Wunder?

In der 41. Minute hält die ganze Bank den Atem an: Superstar Mathias Gidsel (27) knickt beim Einstemmen im Angriff mit dem rechten Fuß böse nach außen um, humpelt ein paar Schritte, beißt auf die Zähne und spielt weiter. Die Berliner bleiben an den Ungarn dran – 31:35 (56.), aber die Wende schaffen sie in dieser Notbesetzung nicht mehr. Hut ab vor dem großen Kampf und der Riesenmoral der Berliner in der 2. Hälfte.

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